15 April 2012

Kunst im Pott

Unsere heutige Reise führte uns mitten ins Revier. Den Besuch im Ruhrstadion opferten wir zugunsten eines gemütlichen Frühstücks und der Bodenpflege. Um halb eins saßen wir im Zug in den Ruhrpott, lernten fürs Abi und lasen interessante Bücher. Bis Oberhausen ging es und von dort mit der S-Bahn nach Hattingen. Hier hatte eine mir bekannte und zudem äußerst begabte junge Malerin ihre erste Ausstellung. Und so betraten wir gegen halb vier die dortige Galerie "Lebende Kunst".
Wir wurden von den anwesenden Künstlerinnen mitsamt deren Freundes- und Familenkreis herzlichst begrüßt. Beim anschließenden Rundgang konnte man beim Betrachten der Stücke schon neidisch werden ob der eigenen dilletantischen Fähigkeiten, etwas Vergleichbares auf die Leinwand zu bringen.
Wir konnten unser hoffnungsvolles Talent dann kurz ins italienische Eiscafé entführen, wo es sich bei Spaghettieis und Latte Macchiato trefflich über Kunst diskutieren lies.




Gegen 6 machten wir uns dann auf den Heimweg, mit der S3 nach Oberhausen. Nach einem Salatsnack beim Türken waren wir dann um halb zehn wieder zurück in Andernach. Auch ohne Stadionbesuch ein schöner und interessanter Tag.

08 April 2012

Buchempfehlung

Der neue Roman von Andreas Eschbach war mal wieder ein Buch der Sorte, die man nicht weglegen kann, und bei denen man sich ärgert, wenn man die letzte Seite gelesen hat. Ärgern? Darüber, dass diese Geschichte nicht noch 600 Seiten weitergeht.
Eschbach erweist sich als begnadeter Erzähler, dem man ewig zuhören kann, ohne dass es langweilig wird. Hier werden 2 Lebensgeschichten erzählt, die von anfang an miteinander verwoben sind und deren Fäden sich immer wieder kreuzen. Beide haben spezielle Begabungen, die sie unterschiedlich nutzen. Durch die nie richtig ausgelebte Zuneigung der beiden ist immer eine Spannung in der Luft. Die revolutionäre technische Idee des Hiroshi entwickelt sich langsam, aber zielgerichtet weiter. Die unglaubliche Fähigkeit der Charlotte wird je nach Situation genutzt oder auch nicht. Sie will oft einfach nur "normal" sein. Eigentlich sind beide Suchende. Charlotte sucht Ihren Lebensweg, Hiroshi auch, jedoch bei ihm ist dieser unabdingbar mit der Verwirklichung seiner nanotechnischen Pläne verbunden, mit denen die Menschheit glücklich werden soll. Das der Leser ganz nebenbei einige Dinge über Nanorobotik und Schwarmintelligenz erfährt, erhöht den Reiz dieser ohnehin guten Geschichte.
Also, wer grad was spannendes packendes sucht: LESEN!

02 April 2012

Warnstreik hat sich gelohnt

Letzte Woche Dienstag war ich mit 12.000 anderen in Mainz beim Warnstreik des öffentlichen Dienstes. Wenn ich sehe, für welchen Unsinn Geld da ist, dann muss für die arbeitende Bevölkerung auch wenigstens soviel übrig bleiben, dass die Inflationsrate nicht alles weg frisst.
Es hat sich also gelohnt. Für den Abschluss mit 6,3% in 2 Jahren und vor allem die Übernahmegarantie für Auszubildende kann man schon einen Tag streiken.
Dass die Arbeitgeber die soziale Komponente von 200 Euro Mindesterhöhung rigoros abgelehnt haben, spricht für sich.
Und das einige der Herren jetzt verkünden, diese immense Mehrbelastung sofort durch rigorosen Stellenabbau wieder ad absurdum zu führen, muss auch nicht weiter kommentiert werden.