26 Mai 2011

Wieder daheim angekommen ...

.... und noch so aufgedreht, dass an Schlafen nicht zu denken ist.
Vielleicht probier ich es mal mit einem Lesestündchen ?

25 Mai 2011

Saisonabschluss auf Fehmarn

Wer hätte das gedacht? Dass ich meine Jungs im entscheidenden Spiel von der Insel aus unterstützen muss, daran hab ich beim Festlegen des Reisetermins nun wirklich nicht gedacht. Es sollte doch alles mit einem 2.Platz in trockenen Tüchern sein. Aber Life is live und so müssen wir heut abend durch.
Der Tag hat mit komischen Wolken begonnen, die nix Gutes ahnen liessen. So hab ich denn eine Über-die-halbe-Insel-Busfahrt nach Orth unternommen, um die nötige Entspannung für heut abend zu kriegen. Ne gute Vorbereitung ist ja die halbe Miete. Der Bus hat Strassen passiert, die diese Bezeichnung nicht verdienen. Feldwegbreite - Gegenverkehr - egal durch!
Dass ich in der Hafenkneipe von einer "Eintracht-Nase" (1,80 x 1,80 x 1,80, Bürstenhaarschnitt, locker drauf) angesprochen wurde, der uns heut abend herzhaft die Daumen drückt, werte ich als gutes Omen. Und das man von unterwegs die Fehmarn-Sundbrücke sehen konnte, bringt bestimmt auch gutes Karma anne Castroper, woll ?
Daumen drücken, wie es der Frankfoddä, Erika, Olli und ich auch machen! Und nun alle zusammen:

"Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt,
ist es besser, viel besser als man glaubt ...."

24 Mai 2011

Kräht der Hahn auf dem Mist ...

... dann ändert sich das Wetter - oder es bleibt, wie es ist.
So gehts hier ständig. Du frühstückst im T-Shirt auf der Terrasse, die Butter schmilzt in der Morgensonne - na gut, Spätvormittagssonne - und ne Viertelstunde später bläst ein Eiswind durch den Garten, dass Du Dich am Nordkap wähnst. Auch dunkle Wolken zogen bedrohlich über die Insel. So hab ich denn den vielleicht letzten trockenen Vormittag genutzt, um nach dem Frühstück den Rasen vorn zu mähen.

Nach einem Mittagsschläfchen bin ich mit dem Bus nach Burg gefahren, mein Hintern brauchte etwas Schonung vom Sattel. Bummel durchs Örtchen, Kurzeinkauf bei Edeka, ein Sommerschnitt mit Bartstutzen im Abschnitt 10, Espresso bei Frau Schmitt, und dann langsam wieder zum Bus. Wobei mir die Sahnehäubchen auffielen, die sich am Himmel über die Bäume gesetzt hatten. Oder ist es doch eher eine gute Crema ?

Heut abend gibts als Vorgeschmack auf morgen die Zweitligarelegation im Fernsehen. Ich hoffe mal, dass uns die rechten Prollhorden aus Drääsden in der 2.Liga erspart bleiben und drücke Lila-Weiß die Daumen.

23 Mai 2011

Arbeitstag

Auch das muss sein: Nach der morgendlichen Fahrt zum Bäcker und einem gemütlichen Frühstück auf der Sonnenterrasse hab ich einen Rasenmäh- und Waschtag eingelegt. Heut abend noch die Tonnen raus, dann ist aber auch genug für heut.
Terrasse - Lesen !


Denn immer noch hör ich durch das Vogelgezwitscher Steve Marriott singen:

Root-de-doo-de-doo
Root-de-doot-de die day
Root-de doot de dum
Root-de-doo-de-doo dee

There's no one to hear me,
There's nothing to say
And no one can stop me
From feelin' this way...

Lazy Monday afternoon
I've got no mind to worry
Close my eyes and drift away
.................................
.................
........
..

22 Mai 2011

Lazy Sunday

Wie sang einst der legendäre Steve Marriott () mit den Small Faces:

Lazy sunday afternoon,
I've got no mind to worry,
Close my eyes and drift away ...

Und genau so isses heute. Nach einem gemütlichen Terrassenfrühstück haben wir noch ausgiebig das schöne Wetter genossen, heut mittag haben wir das auf dem Marktplatz bei Cappucino und Cafe Affogato fortgesetzt, anschliessend bei Krögers auf der Strassenterrasse ne Kleinigkeit gespeist, bevor uns heut nachmittag auf dem Weg zum Bahnhof ein Hagelschauer völlig durchnässte. Als ich die Lütte am Zug abgesetzt hatte, gabs auch nur noch ein Ziel: Zurück ins Haus, trockene Klamotten an und Extreme-Couching starten. Ein erfreuliches Bremer Wahlergebnis versüsst mir den Fernsehabend - kurzum: Alles ist gut !

21 Mai 2011

Puttgarden

Unsere heutige Radrunde führte uns über Bannersdorf nach Puttgarden. Ein Besuch im riesigen Border-Shop brachte außer 3 Etagen voll mit Getränken auch ein paar Salzlakritze und Meersalzchips ein. Der Blick übers Meer in Richtung Skandinavien ist beeindruckend. Frachter, die wohl von Kiel in Richtung Osten am Horizont vorbeischleichen. Autofähren, die vom hiesigen Hafen aus Richtung Dänemark und zurück ein- und auslaufen.
Auf dem Rückweg haben wir uns dann ein wenig zwischen den Dörfchen verfranst, der Anblick der Landschaft am Wegrand war es allein wert.

Am Ende kamen wir wohlbehalten in Burg an.
Gianni hatte auf seiner Terrasse ein schönes Fleckchen für uns reserviert, außerdem ne leckere Pizza Tricolori und Spaghetti Carbonara. Der Espresso hinterher war allerdings nichts für den Lavazza-verwöhnten Gaumen.
Danach gings wieder zurück ans Haus und zum Schluss waren wir mehr als 27 Kilometer geradelt.
Nun sitzen wir wohlig müde auf der Terrasse, gönnen uns den ein oder anderen Lavazza, und lassen es uns gut gehen.

20 Mai 2011

Tour de Ostfehmarn

Heut mittag brachen wir zu einer kleinen Radtour an die Ostküste auf. Vom verheerenden Brand in Klausdorf war beim Durchfahren nichts mehr zu sehen. Auf Umwegen und Holperpfaden kamen wir dann endlich ans Meer, was ich zu einem kleinen Fußbad nutzte (Brrrrh, gefühlte 5 Grad Celsius - aber ein echter Störtebeker lässt sich das nicht nehmen!). Am Steilküsten-Restaurant des Campingplatzes machten wir eine erste kleine Kaffeepause. Von dort gings an der "Steilküste" lang bis nach Katharinenhof, wo ein etwas abgelegener Steinstrand eine Gruppe Jugendlicher einlud, man sammelte schon für das Lagerfeuer. Von dort zurück über Burg, die leckeren Rumpsteaks beim Metzger geholt, und dann wieder Richtung Niendorf.
Nun, die Steaks haben gemundet, ebenso Tomaten-Mozarella-Basilikum mit gutem Olivenöl und Balsamico, und zum Abschluss natürlich die obligatorischen Espressi auf der Terrasse.
So lässt sich leben.

19 Mai 2011

Zum Haifisch ...

...... heißt das Restaurant, in dem wir uns heute abend bei einer Neptun-Platte für 2 Personen labten. Mann war das viel! So viel, dass wir den anschließenden Verdauungsspaziergang von Burg nach Niendorf gut gebrauchen konnten. Der Blick über die blühenden Rapsfelder und die Salzluft waren Futter für die Seele.
Der Fernsehabend fiel dann leider doch enttäuschend aus, weil die Sonnenkönige vom Bökelberg nach Ablauf der regulären Nachspielzeit noch ein Glückstor erzielten, aber wir freuen uns schon auf das Rückspiel. Der Herr hat's gegeben, der Herr ...

18 Mai 2011

Hafenflair

Die Radtour zum Hafen nach Burgstaaken gestaltete sich mühsam. Radwege gibt es viele, aber sie enden ständig irgendwo im Nichts und setzen sich irgendwann irgendwo fort, meist auf der anderen Straßenseite. Und das heißt jedesmal: Absteigen, rüberschieben, aufsteigen. Was bei meinen Gleichgewichtsproblemen manchmal knifflig ist.
Aber ich bin gut angekommen, im Hafen war nix los, bei dem Wetter verständlich. Zur Belohnung gönnte ich mir im Hafenbistro was schmackhaftes. Der Strandkorb war gemütlich und ich konnte nach dem Latte eine gute Knakje paffen.
Auf dem Rückweg noch kurz im örtlichen Computerladen reingeschaut und versucht, die lahme Internetleitung im Ferienhaus zu optimieren. Ist ja typisch: Ich bin mit O2 und T-Com ausgestattet, aber grad hier kriegt man vernünftige Datenraten nur mit Vodafone hin. Aber ein dritter Stick kommt nicht in Frage, lieber ertrag ich die Wartezeiten.
Heut abend ein leckerer Feldsalat, und schon wieder ist ein weiterer Tag verflogen. Für morgen hat sich mit der Lütten aus Hamburg lieber Besuch angesagt, eine willkommene Abwechslung.

17 Mai 2011

Der Südstrand ruft ...

... und ich folge - dem Ruf des Tourist-Service, der eine Eurone Kurtaxe pro Tag haben will. Berechtigtermassen, denn dafür werden hier Dinge in Ordnung gehalten, für die die Steuergelder schon lang nicht mehr reichen. Aber wo ist die Anmeldung ? Bestimmt kann man das irgendwo in Burg machen, dachte ich. Und angesichts des Regenwetters fahre ich mit dem Bus nach Burg und kämpfe mich dort durch das Örtchen. Kneipen, Geschäfte, Dönerbuden, Restaurants, Kunstateliers reihen sich aneinander. Man kann sich vorstellen, was in den Sommerferien hier los ist. Doch jetzt und hier wirkt alles klein und übersichtlich, selbst die Filiale des unsäglichen Trikot-Entstellers KIK wirkt hier beschaulich. Einige Menschen sind um die Mittagszeit unterwegs, ohne dass viel Hektik verbreitet wird. Im Rathaus muss ich es dann nochmal lesen: Die Tourist-Central-Station liegt am Südstrand. Nachdem ich die Innenstadt schon passiert hab, frag ich Muttern, die vor Ihrer Kate steht, nach dem Weg und dem Bus. Jau, mehr als 2 Kilometer sind das und die Bushaltestelle ist 200 meter weiter. Dort lese ich, dass der nächste Bus in 40 Minuten geht und beschliesse, trotz Wind und Wetter zu Fuss zu latschen. Der Weg führt am Burger Binnensee vorbei, rechts das Meer, links 3 gräßliche Hotelhochhäuser einsam in der Pampa, wer sich wohl sowas ausdenkt ? Der Fussmarsch ist ein guter Entschluss, denn die Salzluft, die mich unterwegs durchschüttelt, tut gut, macht mich sogar ein bischen schwindlig. Salzgeschmack in Mund und Nase - ich bin am Meer!
Die Anmeldebehörde find ich dann im Seitenweg eines Parkplatzes. Man hat vorsichtshalber kein Schild aufgestellt, sonst könnte das ja jemand finden :-)
Mit Anmeldequittung und Ostsee-Card ausgestattet mache ich den Heimweg doch lieber mit dem Bus. Zumals die netten Mädels vom Tourist-Service mir sagten, wegen ÖPNV-Tickets müsste ich beim Busfahrer fragen, die Zenrale der Busgesellschaft sei nämlich in Heiligenhafen. Im Bus muss ich feststellen, dass man hier nicht auf Touristen ausgerichtet ist. Ne Inselkarte oder eine für die Region ? Hat wohl noch nie jemand nach gefragt, hab ich den Eindruck. So nehm ich denn mit einer Wochenkarte für 2 Zonen vorlieb, damit kann ich meine Einkäufe erledigen. Nach einem kurzen Edeka-Besuch in Burg komm ich denn gegen halb 5 wieder im Haus an. Hier zeigt der Ausblick aus dem Garten erfreuliche Wetterveränderungen, so dass ich meinen Kaffeesnack im Wintergarten nehme. Wenn das Wetter morgen besser wird, werd ich nochmal ein Radtöurchen machen.

15 Mai 2011

Eiiine Insel ohne Berge ....

Meine Tour begann heut morgen mit einem kleinen Schreck. Als ich im IC hinter Bonn meine Taschen nochmal kontrollierte, fühlte sich das Schlüssel-mäppchen in meiner Hosentasche plötzlich nicht mehr wie der Hausschlüssel von Lummerland an, sondern eher wie das Mäppchen mit dem Briefkastenschlüssel, das ich meiner Obermieterin dalassen wollte - der Anhänger mit der gelbroten Krone auf blauem Grund belehrte mich schnell eines besseren. In Köln bekam ich nette Gesellschaft, 2 Frauen und Nina auf dem Weg zu einer AIDA-Fjorde-Tour. Das Lesen ging dann irgendwann dank Nina nicht mehr so gut, aber es wurde auch nicht langweilig. Bei der verbotenen Stadt klarte dann der Himmel auf (oder wurde er gar schwatzgelb?), um kurz vor Münster (auch ne Meisterfeier bei den Preußen!) in desaströse Wolkenbrüche umzukippen. Hinter Hamburg bereitete ich mich und meine Utensilien denn auf den 34. und letzten Spieltag meiner blau-weißen Jungs vor.
Leider war kein Radiosender zu empfangen, der von den Spielen berichtete.
Leider brach der O2-Empfang des Notebooks nach Spielbeginn ständig zusammen.
Leider ging dann bei meinem Handy der Akku leer.
Alles böse Vorzeichen, als ich aber ne Viertelstunde nach Spielende im Haus auf Lummerland endlich vom glorreichen Sieg erfuhr, war der Tag gerettet.
In diesem schnuckeligen Häuschen werde ich also die nächsten Tage verbringen dürfen - super ! Dank nochmal an meine liebe Cousine für diese günstige Gelegenheit. ;-)
Und auch Danke an Susi und Frank, die mir netterweise die Überlebensrationen für die ersten Tage im Haus gelassen haben. Jetzt sitz ich im Wintergarten, hab den Hirtensalat gefuttert und 2 Tassen heißen Früchtetee getrunken - und spüre, wie die Stressanspannungen der letzten Monate langsam abfallen und einer wohligen Ruhe weichen.

14 Mai 2011

Winke Winke

Bald ist es soweit, morgen früh rollt der Zug an die See. Nur noch schnell die Bude aufräumen, die Hemden bügeln, die Post erledigen, die Blumen zur Nachbarin bringen ........ Stop! Nix von dem, sondern heut abend ein paar Klamotten in den Koffer (Koffer? Hab ich überhaupt einen ?) Notebook einpacken und fertig ist die Chose. Mein Freund Mike T-Bone winkt mir zum Abschied schon mal zu ....

10 Mai 2011

Die Neuromancer-Trilogie

The sky above the port was the color of television, tuned to a dead channel.
(Der Himmel über dem Hafen hatte die Farbe eines Fernsehers,
der auf einen toten Kanal geschaltet war.)

Wow, was hab ich da angefangen! Irgendwann musste ich als spätberufene Leseratte ja mal den Cyberpunk-Klassiker schlechthin, Neuromancer von William Gibson, in die Hand nehmen. Eins der sogenannten "Muss-man-gelesen-haben"-Bücher der Science Fiction. Die preiswerte Variante, alle 3 Bände in einem Taschenbuch, gefühlte 40 cm dick, gebraucht im Buchtauschclub erstanden.
Und vom legendären ersten Satz an (siehe oben) hat mich das Buch gefangen. Das erste Buch wurde 1984 geschrieben. Damals gab es noch tote Kanäle im Fernsehen, das laute Rauschen kannte noch jeder.
Neuromancer schildert eine sehr interessante und genauso schreckliche Version einer Zukunft, der wir uns mit Windeseile nähern. Das Leben eines Exilanten im Randbezirk einer dreckigen, durchgeknallten, hypertechnisierten asiatischen Metropole, in der ein in die Haut implantiertes Display im Schaufenster eines drittklassigen Ladens Normalität ist, gespleißte Nervenbahnen, Quecksilber-Pupillen und alle möglichen Nano-Bio-Implantate, auf Seite 85 hab ich bereits soviel vom Cyberduft dieser Welt inhaliert, dass ich nur hoffe, es geht in diesem Stil weiter.
Wer mehr dazu lesen will, sollte sich hier umschauen. NEUROMANCER
Aber Vorsicht, dort werden auch weitere Inhalte vorweggenommen!